Überraschung auf vier Pfoten
Mit Therapiehund Duke fühlen sich Patienten pudelwohl.
Premiere für Duke: Der zweijährige Islandrüde entdeckt die GFO Klinik Brühl als neues Revier. Er soll Patient:innen und Mitarbeitenden Freude und Abwechslung in den Klinikalltag bringen. Seinen ersten „Arbeitstag“ hat er bereits mit Bravour gemeistert, ganz zur Freude der Patienten und Mitarbeitenden.
Feines Gespür für Menschen
Alle zwei Wochen kommt der Vierbeiner in die Klinik für einige Stunden und stattet den Stationen einen Besuch ab. Sogar auf der Intensivstation sind Therapiehunde ein wahrer Segen für die Kranken, wenn Hygienevorschriften strengstens eingehalten werden.
An der Seite von seinem Frauchen Nicole Lummerich sorgt der ausgebildete Therapiehund für eine magische Situation, das spürt man schnell. Doch wie kam es dazu, dass Duke ein Therapiehund und Nicole Lummerich eine Ausbildung zur Therapiebegleithundeführerin wurde?
„Ich habe meinen Neffen zur Ergotherapie gebracht und Duke war dabei. Mir fiel auf, dass Duke im Wartezimmer behutsam und freudig zugleich auf die Patienten zuging“, erinnert sich die Nicole Lummerich. Schnell stand fest: Duke besitzt die Gabe, Menschen gut zu tun.
Tiere gegen Stress
Für Nicole Lummerich ist der Besuch in der GFO Klinik Brühl ein Heimspiel, sie hat ihre Ausbildung als Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin im Brühler Krankenhaus gemacht.
Durch den Kontakt zu Melanie Demandt, stellvertretende Stationsleitung der Intensivstation, entstand die Idee, gemeinsam die tiergestützte Therapie ins Brühler Krankenhaus zu bringen.
Melanie Demandt leitet das Therapiehund-Projekt und ist begeistert: „Der Kontakt zu Tieren hilft enorm, Stress abzubauen, die Stimmung zu verbessern und in Interaktion zu gehen. Auch die Bereitschaft zu mehr Bewegung kann ein Vorteil für den Genesungsprozess sein,“ sagt die erfahrene Pflegekraft.
Wir müssen draußen bleiben? Fehlanzeige!
Doch darf ein Hund überhaupt ein Krankenhaus betreten? Grundsätzlich nein, aber im Falle eines Therapiehundes gelten Ausnahmen. Zuvor gab es seitens des GFO Verbundes klare Regelabsprachen. In einem ausgefeilten Hygienekonzept haben Mitarbeitende alles erfahren, was sie im Umgang wissen müssen. Duke selbst muss auch einige Auflagen erfüllen, die von der regelmäßigen Entwurmung bis hin zu Impfungen reichen.
Und auch Ruhephasen sind für Therapiehunde wichtig, damit sie nicht überfordert werden, motiviert sind und ausreichend Freiraum haben. Kurzum: Hund und Mensch sollen voneinander profitieren!
Kostenlos ist das Projekt nicht. Der Förderverein „Freunde und Förderer des Marienhospitals gibt eine Anschubfinanzierung und unterstützt bei der Suche nach weiteren Fördermitteln. „Tiere berühren viele Menschen emotional, das fördert selbstverständlich die seelische Gesundheit“, sagt Vereinsvorsitzende Iris Müller.
Möchten Sie spenden? Wow!
Sollten Sie Interesse an diesem Projekt haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit dem Förderverein auf:
Iris Müller, Tel. 02232 74 201 oder iris.mueller@marienhospital-bruehl.de
